Wie mein Albtraum zur Realität wird

So änderte ein Nieser meine berufliche Laufbahn.

Arbeitsunfälle können leider immer passieren. Diese bestmöglich zu vermeiden ebenfalls. Aus diesem Grund liegt einer der SUBAG TECH AG Schwerpunkte 2017 bei der Arbeitssicherheit. Richtlinien wurden massiv verbessert und Schulungen erfolgten bereits. Ebenfalls wurde in eine neue persönliche Sicherheitsausrüstung investiert, denn uns ist bewusst dass die Gesundheit das wichtigste Gut ist. Dani Kunz arbeitete bei uns als zuverlässiger Servicetechniker und war plötzlich nicht mehr Arbeitsfähig. Seine Geschichte hat uns und unsere Arbeitskollegen persönlich berührt und es freut mich, dass wir Ihm mit seinem aktuellen Praktikum bei seinem Neustart helfen können. Doch nun zu Dani und seiner ganz persönlichen Geschichte. 
Pascal Suter – Geschäftsleiter, Marc von Arx - Technischer Leiter

Mein Name ist Daniel Kunz. Ich bin 50 Jahre alt und arbeitete seit 20 Jahren als Servicetechniker. Wartung, Reparatur und Installation von Klimageräten sind meine Haupttätigkeit. Von 2011 bis im August 2013 war ich in diesem Bereich für die Firma SUBAG TECH AG tätig.

Im Jahre 2009 fing meine Odyssee an. Eines Morgens im August bereitete ich mich auf die Arbeit vor. Beim Anziehen der Strümpfe zog ein unbändiger Drang auf zu Niesen. Ich richtete mich auf und „Hatschii“. Ein Zucken durchfuhr meinen Körper, gefolgt von starken Schmerzen im Rücken. Ich konnte mich anschliessend nur noch knapp auf den Beinen halten. Der Besuch beim Arzt brachte keine Klarheit und ich musste in die Klinik für ein MRI. Das MRI zeigte eine deutliche Verschiebung einer Bandscheibe. Diese Bandscheibe drückte mir auf den Nerv. Eine Operation war unabdingbar.

Operation

Die Operation in der Klinik Balgrist verlief gemäss den Ärzten gut. Ich getraute mich anschliessend nicht, mich im Spitalbett zu bewegen, denn ich war ja frisch Operiert. 24 Stunden nach der Operation, lag ich immer noch wie gelähmt in meinem Bett. Die Tür ging auf und ein Mann in Sportbekleidung betrat den Raum mit einer komisch geformten Flasche (Urinflasche) in der Hand. Er schaute mich an und zeigte abwechselnd auf die Flasche und die Toilettentür. Ich wusste was für ein Spruch kommt, jedoch verneinte ich wortlos mit einem Kopfschütteln. Er sah mich verdutzt an und sagte: „Entweder aufstehen und auf die Toilette oder liegenbleiben und die Flasche füllen. Ich werde das Zimmer erst verlassen, wenn Sie das kleine Geschäft erledigt haben“. Ich entschied mich für das Aufstehen und den Weg zur Toilette mit der Bedingung, dass er mir helfen würde, falls etwas Unvorhergesehenes passieren sollte. Vier Monate durfte ich nicht Arbeiten, anschliessend nochmals einen Monat nur 50%. Wieder im Arbeitsprozess angekommen wurde ich versetzt. Mein neuer Arbeitsplatz war nun die Werkstatt. Dort gab es mehr Hebemöglichkeiten, um meinen Rücken zu schonen.

Es wurde schlimmer

Vier Jahre und einen Stellenwechsel später, im Spätsommer 2013 war ich bei einer Demontage einer Klimaanlage. Zwei Personen waren vor Ort um die Anlage zu demontieren. Die Gerätefixierung wurde durch uns gelöst, damit wir das Aussengerät von den Konsolen heben konnten. Mein Arbeitskollege verstellte zwecks Platzmangel seine Leiter. Im Augenwinkel bemerkte ich, dass das Gerät nicht sicher stand und über die Montagekonsole kippte. Ich reagierte und hielt das Aussengerät im letzten Moment noch auf der Konsole. Ansonsten hätte es meinen Arbeitskollegen, der sich unter dem Aussengerät in der Gefahrenzone befand, erschlagen. Als sich mein Adrenalinspiegel wieder normalisierte, verspürte ich einen Schmerz im Rücken. An ein Weiterarbeiten war nicht zu mehr denken, denn die Schmerzen waren einfach zu stark.

Ich möchte den 2.Teil von diesem Bericht nicht verpassen und abonniere den Newsletter

Neue Diagnose

Im Herbst 2013 war ich wieder im Balgrist. Im MRI wurden neue Bilder der betroffenen Lendenregion erstellt. Das erste Urteil der Ärzte war, dass die Bandscheibe sich wieder verschoben hatte und erneut auf den Nerv drückte. Allerdings sollten so heftige Schmerzen nicht vorhanden sein, denn die Verschiebung der Bandscheibe sei nicht so stark, sagte der Doktor. In Absprache mit den Ärzten verzichteten wir auf eine Operation, versuchten aber eine alternative Therapie. Dies wird als „Infiltration der Bandscheibe L4 und L5“ bezeichnet. Das heisst unter dem Computertomographen, ein Langzeit wirkendes, auf Kortison basierendes Medikament, auf die Nervenwurzel der Wirbelsäule spritzen.

Die erste Spritze wurde mir im Herbst 2013 direkt nach dem Aufenthalt in der MRI Röhre verabreicht. Mit schmerzverzerrtem Gesicht wartete ich auf die Spritze. Ich wurde im Computertomographen genau positioniert. So konnte ein Mitarbeiter sehen, wo die Spitze der Nadel war und wie weit sie noch vordringen musste, um genau auf den Nerv zu treffen. Welche Erleichterung als der Schmerz unmittelbar nach dem Injizieren verschwunden war. Die Ärzte sagten mir, dass die Wirkung etwa drei Monate anhalten würde und wir dann noch mal das weitere Vorgehen besprechen. Die zweite Spritze folgte, genau wie die Ärzte sagten, drei Monate später. Mit diesen zwei Spritzen war ich glücklich, denn der Nerv wurde genau getroffen und die Wirkung hielt auch solange an wie die Ärzte versprochen hatten. Die dritte Spritze erhielt ich ein halbes Jahr nach der ersten Spritze. die Wirkung hielt allerdings weniger lange an. Deshalb mussten wir das weitere Vorgehen abwägen. Der Rat des Arztes war für mich inakzeptabel. Dieser wollte eine Versteifung der Lendenwirbel 4 und Lendenwirbel 5. Für mich war das keine Option. Ich wollte nie eine Versteifung der Wirbelkörper. Ich suchte das Gespräch nach der vierten Injektion, die völlig missglückte, mit dem Professor. Der Rückenspezialist versicherte mir nach einem längeren Gespräch, dass er die Operation ohne Versteifung durchführen werde. Im Gegenzug musste ich mein Einverständnis für eine Versteifung geben. Dies als letzte Option, falls er bei der Operation sehen sollte, dass es keinen anderen Weg geben würde.

Es wird nicht besser

Als ich im Aufwachraum wieder zu mir gefunden hatte, besuchte mich der Professor und teilte mir mit, dass ...

Zum Teil 2 - nächste Seite

Ich möchte weitere spannende Berichte per E-Mail erhalten

Haben Sie eine Frage?
Rufen Sie uns an, wir sind für Sie da.

056 484 80 70

Kontaktformular